Projekt Cloud Energy rundum erfreulich abgeschlossen

Wolke mit skizzierter Steckdose

Gegenwart und Zukunft erfolgreich gekoppelt

Energieversorgung zu betreiben ist ein wenig, als wolle man eine Wolke anmalen: Man muss etwas nicht Greifbares wenigstens kurz mal fixieren, um daran zu arbeiten. In der Energieversorgung ändern sich die Randbedingungen ständig und die Technik wird immer komplexer. Vor allem bei sektorgekoppelten Energiesystemen scheinen Planung und Optimierung kaum möglich. Genau dafür gab es das Forschungsprojekt Cloud Energy. Seven2one hat es seit etwa einem Jahr abgeschlossen und zeigt jetzt, wie es sich am Markt bewährt.

Projektziel erreicht

„Ein System, welches für sektorgekoppelte Energiesysteme gleichermaßen die initiale Planung und Optimierung in Echtzeit ermöglicht“ – schon das Projektziel ließ sich nicht in wenigen Worten formulieren. Gesucht war eine Lösung, die Gegenwart und Zukunft parallel integriert.
Es galt also, Algorithmen und Verfahren zur Betriebsoptimierung des Energieversorgungssystems, kurz: EVS, in eine cloudbasierte Software zu integrieren und sie mit Werkzeugen zur Energiesystemplanung zu koppeln – ein Meilenstein auf dem Weg zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen in der Energiewirtschaft. Für das Projekt hatte der Auftraggeber, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, zwei Jahre Laufzeit veranschlagt. Diese Zeit war mit viel Arbeit und Wissensgewinn gefüllt, doch 2021 wurde das Ziel erreicht. Die Plattform, bzw. ein Demonstrator dafür, steht und ist bereit, von energieintensiven Unternehmen, Stadtwerken, Kontraktoren und anderen genutzt zu werden. In den ersten Monaten am Markt findet die Lösung bereits großen Anklang. In der cloudbasierten Betriebsoptimierung erkennen viele Kunden das Potenzial, ihr Angebot auszubauen und neue Produkte anzubieten.

Überraschendster Erfolgshelfer: der Zeitgeist.

Ein wichtiger Vorteil der Lösung: der klare Aufbau und die prinzipielle Funktion mit drei gut strukturieren Anwenderrollen – Dispatcher, Planer und Fachadministrator. Während der Dispatcher den sicheren und optimalen Betrieb des EVS verantwortet und Fahrpläne für die künftige Fahrweise erstellt, entwirft der Planer Veränderungen entlang geänderter technischer und wirtschaftlicher Randbedingungen. Dispatchern und Planern stellt das System Werkzeuge zur Verfügung, mit denen sie optimal arbeiten können. Der Fachadministrator hält das System am Laufen.
Ein zweiter wichtiger Erfolgsfaktor des Systems ist die Cloudbasierung. Dabei war dies zu Projektbeginn noch nicht abzusehen. 2019 herrschte in vielen Unternehmen Skepsis gegenüber dieser Form der Datenhaltung, ebenso wie gegenüber den dazugehörigen Apps. Doch der Zeitgeist hat sich gewandelt – das Cloudprinzip bewährt sich und überzeugt.

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