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BMWi-Projekt „grid-control“: Intelligentes Netzmanagement

  • Um was geht es im Projekt grid-control?

    Ob Windkraft oder Solaranlagen: Die Stromnetze bringen die erneuerbaren Energien zum Verbraucher. Jedoch wird in einigen Regionen Deutschlands an sonnigen oder windigen Tagen mehr Strom produziert als verbraucht. Damit dieser erneuerbare Strom noch ins Netz passt, muss es ausgebaut werden. Das kostet jedoch viel Geld, obwohl das Netz nur wenige Stunden im Jahr ausgelastet sein wird. Außerdem müssen u.a. Elektrofahrzeuge, Batteriespeicher und Smart-Home-Lösungen in das Energieversorgungssystem integriert werden, denn auch diese können die Verteilnetze vermehrt an ihre Belastungsgrenzen bringen und einen weiteren kostenintensiven Netzausbau bedingen.

    Mit einem intelligenten Gesamtkonzept für Verteilnetze, welches die Kosten für den Netzausbau und die Abregelung von Anlagen minimiert, trägt das Projekt grid-control zum ökonomischen Gelingen der Energiewende bei. Über einen Zeitraum von drei Jahren hat ein Konsortium mit neun Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft an Lösungen für zukunftsfähige Verteilnetze gearbeitet.

  • Flexibilitätsmanagement powered by Seven2one

    Für das im Projekt entwickelte Grid-Load Management-System (GLMS) hat Seven2one eine smarte Plattform für Verteilnetzbetreiber aufgebaut. In dieser werden Netzampelsignale, Freigabequoten und Opportunitätsräume für regionale Netzcluster berechnet und an das ebenfalls von Seven2one entwickelte Flexibilitäts-Management-System (FMS) weitergegeben. Betrieben wird das FMS von einem Marktteilnehmer, z.B. Energieversorgungsunternehmen oder Aggregator. Wird eine gelbe Ampelphase übermittelt, so muss dieser Akteur sich netzdienlich optimieren, also z.B. eine Lastverschiebung vornehmen. Bei einer grünen Ampelphase kann der Akteur den übermittelten Opportunitätsraum ausnutzen und seine Flexibilitäten vermarkten.

  • Von der Theorie in die Praxis: Feldtest in Freiamt im Schwarzwald

    Um die Verfahren, die im Projekt entwickelt wurden, auch in der Praxis zu testen, wurde von Oktober 2017 bis September 2018 ein Feldversuch im badischen Freiamt durchgeführt. Freiamt hatte sich durch die große installierte Erzeugungsleistung aus erneuerbaren Energien – insbesondere privaten Photovoltaikanlagen – gut geeignet für den Feldtest.

    Bei insgesamt 30 privaten Haushalten und Landwirtschaftsbetrieben wurden im Rahmen des Feldtests die vorhandenen Photovoltaikanlagen mit einer neuen Steuertechnik ausgestattet, teilweise wurden Batteriespeicher eingebaut und Gebäudeenergiemanagementsysteme installiert. Zusätzlich kam ein zentraler Batteriespeicher mit 120 kWh Kapazität, ein regelbarer Ortsnetztrafo und eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge im Feldtest zum Einsatz. Weitere Komponenten im Testaufbau waren Mess- und Kommunikationstechnik in rund 30 Ortsnetzstationen.

  • Mission Accomplished: Systemtests erfolgreich abgeschlossen

    Im Oktober 2018 hat das grid-control Projektteam die Systemtests am Energy Smart Home Lab am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und auch im Feld im NETZlabor Freiamt der Netze BW erfolgreich abgeschlossen. Die Tests haben bestätigt, dass alle von Seven2one entwickelten Komponenten gut funktioniert und harmoniert haben.

Logo des Projektes grid-control

Projekt-Ergebnisse

  • Automatisierter Abstimmungsprozess prognostiziert und vermeidet Engpässe im Netz.
  • Intelligente Nutzung der Flexibilität vermeidet Engpässe im Verteilnetz.
  • Datenaustausch über geeignete Systemschnittstellen in Echtzeit
  • Echtzeit-Abstimmung von Verbrauch und Erzeugung
  • Echtzeit-Abstimmung von Verbrauch und Erzeugung

Mehr zum Projekt

Screenshots der Oberflächen im Projekt grid-control

Projekt-Partner