Der Seven2one Blog

Hier dreht sich alles um Energie, insbesondere um Smart Energy und die digitale Transformation der Energiewirtschaft.

Cleverer Ansatz: Betriebskosten durch Optimierung im Querverbund reduzieren

Markt

Immer mehr Industrieunternehmen sind auf der Suche nach innovativen Konzepten, mit denen sie die Energiekosten reduzieren und die Energieeffizienz weiter erhöhen können, um die eigene Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und auszubauen. Eines dieser Konzepte ist das digitale Energiemanagement mit ganzheitlicher Betrachtung und Echtzeit-Optimierung im Verbund.

Ganzheitliche Betrachtung und Echtzeit-Optimierung im Verbund

Mit einem intelligenten, prognose- und sensorbasierten Energiemanagement von Erzeugung und Verbrauch im Querverbund – das heißt über alle Energieträger hinweg und in Echtzeit – können Unternehmen Potenziale bei der Lastverschiebung identifizieren, die eigene Energieerzeugung und den Betrieb ihrer Energiespeicher optimieren, ganzheitlich betrachten und entsprechend aussteuern.

Solche Echtzeit-Systeme sind ferner in der Lage, teure Lastspitzen bei unerwarteten Ausfällen zu vermeiden, den volatilen Charakter der Eigenproduktion von Strom aus Windkraft und Photovoltaikanlagen zu berücksichtigen und den Einsatz von Blockheizkraftwerken zu optimieren. So können die Beschaffungskosten gesenkt und durch eine aktive Teilnahme am Energiemarkt sogar zusätzliche Gewinne erwirtschaftet werden.

Industrielle Energieverbraucher erhalten durch die Berücksichtigung der Abhängigkeiten zwischen Anlagen und Gebäuden ihres Energiesystems ein besseres Verständnis für den optimalen Einsatz unterschiedlicher Energieträger. Durch diese Betrachtung im Querverbund werden Lastverschiebungs- und Speicherpotenziale aufgedeckt, wodurch Lastspitzen systematischer vermieden werden können. Langfristig lässt sich durch eine stärker am Bedarf orientierte Energieerzeugung der Energieverbrauch generell senken. Beispielsweise kann bereits eine zeitliche Verzögerung oder ein leichtes Über- bzw. Unterschreiten von Zieltemperaturen beim Heizen und Kühlen erhebliche finanzielle Vorteile bringen.

Aus Big Data wird Smart Data

Für eine optimale Verzahnung von Erzeugung und Verbrauch bedarf es echtzeitfähiger Informa-tions- und Kommunikationstechnologie (IKT) sowie Analysewerkzeuge, die eine intelligente
Auswertung großer Datenmengen erlauben. Erforderlich ist hierfür eine flexibel anpassbare Datenorganisation, welche große Datenmengen in Echtzeit unter Nutzung von In-Memory-Datenbanktechnologie verarbeitet. Performante, anpassbare Importschnittstellen integrieren unterschiedliche Datenquellen wie zum Beispiel Börsendaten, Wetterprognosen oder Messdaten aus der Gebäudeleittechnik. Die Daten aus Zählern und Sensoren der Anlagen werden mit Wetter- und Preisinformationen angereichert und der Bedarf (Strom, Kälte, Wärme) sowie die regenerati-ve Erzeugung (PV, Wind) prognostiziert.

Alle Daten werden dann einem Optimierungsmodell zur Verfügung gestellt, welches die Erzeugung im Querverbund unter Nutzung der Speicherfähigkeiten und unter Berücksichtigung der Intraday-Preise optimiert. Aus der Masse an Daten („Big Data“) werden so sinnvoll nutzbare Erkenntnisse für Prognosen, Steuerungen und Entscheidungen („Smart Data“). Das Ergebnis: optimale Fahrpläne für die flexiblen Erzeuger und Verbraucher des Energiesystems, mit denen einzelne Anlagen bedarfsgerecht gesteuert werden können. Dieser vorausschauende Betrieb des Energiesystems hat den zusätzlichen Vorteil, dass Unternehmen auf unerwartete Betriebszustände besser reagieren können.

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